FAQ

Häufige Fragen zur Narbenbehandlung
Wann sollte eine Narbe behandelt werden?
Sobald die Wunde vollständig verheilt ist und keine Entzündungszeichen mehr bestehen, kann eine sanfte Narbenbehandlung beginnen. Je nach Heilungsverlauf ist dies meist einige Wochen nach der Geburt möglich. Den passenden Zeitpunkt besprechen wir individuell.
Welche Beschwerden können von einer Narbe ausgehen?
Narben können Spannungsgefühle, Schmerzen, Taubheit, Juckreiz oder eine eingeschränkte Beweglichkeit verursachen. Manche Frauen berichten auch über ein verändertes Körpergefühl oder Beschwerden im Bereich von Bauch, Rücken oder Becken. Nicht jede Beschwerde entsteht durch eine Narbe, sie kann jedoch ein Teil des Gesamtbildes sein.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Zu Beginn nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch über deine Beschwerden und deine Geburt. Anschließend beurteile ich die Narbe sowie das umliegende Gewebe und behandle sie mit sanften manuellen Techniken. Bei Bedarf erhältst du einfache Übungen und Tipps für die Selbstbehandlung zu Hause.
Ab wann nach einem Kaiserschnitt ist eine Behandlung sinnvoll?
Sobald die Narbe gut verheilt ist und dein Körper bereit dafür ist, kann eine Behandlung beginnen. Häufig ist dies nach etwa sechs bis acht Wochen möglich. Der genaue Zeitpunkt richtet sich jedoch immer nach deinem individuellen Heilungsverlauf.
Hilft eine Narbenbehandlung auch Jahre später noch?
Ja. Auch ältere Narben können häufig noch an Beweglichkeit gewinnen und Beschwerden verursachen oder beeinflussen. Viele Frauen profitieren selbst Jahre nach einem Kaiserschnitt oder einer Geburtsverletzung noch von einer gezielten Behandlung.
Kann eine Narbe Rückenschmerzen oder Beckenbeschwerden beeinflussen?
Narben stehen über das Bindegewebe (Faszien) mit anderen Körperregionen in Verbindung. Verklebungen oder Spannungen können das Bewegungsverhalten beeinflussen und möglicherweise zu Beschwerden beitragen. Deshalb betrachte ich bei der Behandlung nicht nur die Narbe selbst, sondern immer den Körper als Ganzes.
Häufige Fragen zur Hausgeburt
Ist eine Hausgeburt sicher?
Für gesunde Frauen mit einer unkomplizierten Schwangerschaft gilt: Eine sorgfältig geplante Hausgeburt mit einer erfahrenen Hebamme ist eine sichere Option. Entscheidend ist die richtige Auswahl der Voraussetzungen und eine kontinuierliche Betreuung während Schwangerschaft und Geburt.
Vor jeder Hausgeburt prüfen wir gemeinsam, ob eine Geburt zu Hause für euch geeignet ist (anhand festgelegter Kriterien). Sollte sich im Verlauf der Schwangerschaft oder unter der Geburt zeigen, dass eine Geburt im Krankenhaus die sicherere Wahl ist, begleiten wir eine rechtzeitige Verlegung.
Wer kann zu Hause gebären?
Eine Hausgeburt kommt für Frauen mit einer unkomplizierten Einlingsschwangerschaft in Schädellage infrage. Ob eine Hausgeburt möglich ist, klären wir individuell im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorgen und Beratungsgespräche.
Mir ist wichtig, gemeinsam mit euch den Geburtsort zu finden, der zu eurer Schwangerschaft und euren Bedürfnissen passt.
Kriterienkatalog des Österreichischen Hebammengremiums Hebammengesetz
Warum begleiten zwei Hebammen die Geburt?
Jede Hausgeburt von uns wird von zwei Hebammen begleitet.
Während eine Hebamme ihre volle Aufmerksamkeit der Gebärenden widmet, kann sich die zweite Hebamme um das Baby kümmern, den Geburtsverlauf beobachten oder – falls notwendig – sofort unterstützende Maßnahmen einleiten.
Diese Doppelbesetzung schafft zusätzliche Sicherheit, ermöglicht eine ruhige Arbeitsweise und gibt euch die Gewissheit, jederzeit von zwei erfahrenen Fachpersonen begleitet zu werden.
Was passiert, wenn während der Geburt ein Krankenhaus notwendig wird?
Auch bei einer sorgfältigen Auswahl kann es vorkommen, dass sich im Verlauf der Geburt zeigt, dass eine Verlegung sinnvoll oder notwendig ist.
In diesem Fall organisieren wir den Transport ins Krankenhaus, informieren die Klinik und begleiten euch während des gesamten Übergangs. Unser Ziel ist es immer, frühzeitig zu erkennen, wann ein Wechsel des Geburtsortes die beste Entscheidung für Mutter und Kind ist.
Verlegungsrate in Österreich bei außerklinischen Geburten liegt zur Zeit bei knapp 19%
Davon gebären etwa 70% vaginal, und 30% mittles Kaiserschnitt
Quelle: Schildberger, B., Riedmann, M., Leitner, H., & Stelzl, P. (2024). Obstetric and Neonatal Outcomes Following Hospital Transfers of Home Births and Births in Midwife-led Units in Austria. Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 84(3), 264–273. https://doi.org/10.1055/a-2249-7228
Kann ich nach einem Kaiserschnitt zu Hause gebären?
Diese Option bieten wir als Team derzeit nicht an.
Was brauche ich für eine Hausgeburt?
Für eine Hausgeburt braucht ihr kein spezielles Geburtszimmer. Die meisten Familien gebären dort, wo sie sich am wohlsten fühlen.
Wir stellen euch rechtzeitig eine Materialliste zur Verfügung und besprechen gemeinsam alles, was vorbereitet werden sollte. Das notwendige medizinische Equipment bringen wir selbstverständlich zur Geburt mit.
Was passiert direkt nach der Geburt?
Nach der Geburt bleibt ihr in eurer vertrauten Umgebung (3-4h). Wir untersuchen Mutter und Baby, unterstützen beim ersten Stillen und begleiten euch in den ersten Stunden nach der Geburt.
Anschließend besuchen wir euch regelmäßig im Wochenbett und stehen euch bei Fragen oder Unsicherheiten weiterhin zur Seite.
Wann sollten wir Kontakt aufnehmen?
Da wir jedes Jahr nur eine begrenzte Anzahl an Hausgeburten begleiten, empfehlen wir eine Kontaktaufnahme möglichst früh in der Schwangerschaft. So haben wir genügend Zeit, uns kennenzulernen und gemeinsam zu entscheiden, ob eine Hausgeburt der passende Weg für euch ist.
Wie viele Hausgeburten begleitet ihr pro Jahr?
Je nach Jahresplanung - sehr individuell. Da wir selbst Familie mit Kleinkindern haben, sind wir hier in unserer Betreuung begrenzt. Wenn keine Begleitung durch uns mehr möglich ist, empfehlen wir gerne Kolleginnen.
Kann man auch zu euch kommen, wenn man sich noch nicht für eine Hausgeburt entschieden hat?
Natürlich, wir begleiten auch Frauen auch mit dem Wunsch einer Krankenhausgeburt (Schwangerschafts- und Wochenbettbetreuung) im Raum Wien und Niederösterreich. Wir unterstützen dich bei der Entscheidung welcher Geburtort für dich passt.